Schweizer Firmengründung für portugiesische Unternehmer: AG oder GmbH, Banking, Steuern 2026, EU/EFTA-Aufenthaltsrechte und weiterhin relevante portugiesische Verpflichtungen.

Kann ein portugiesischer Staatsbürger eine Gesellschaft in der Schweiz gründen?
Ja. Portugiesische Privatpersonen und Unternehmen können grundsätzlich 100 % einer Schweizer AG oder GmbH besitzen. Eine GmbH benötigt CHF 20’000 vollständig einbezahltes Stammkapital. Eine AG erfordert CHF 100’000 nominelles Aktienkapital, wovon bei der Gründung mindestens CHF 50’000 einbezahlt werden müssen. Die Gesellschaft muss über eine gesetzeskonforme Vertretung mit Wohnsitz in der Schweiz verfügen.
Portugiesische Staatsangehörige profitieren zudem vom Schweizer EU/EFTA-Aufenthaltsrecht, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Firmengründung, Wohnsitzanmeldung und Bankakzeptanz ein und derselbe Prozess sind.
Die offiziellen Informationen zur Schweizer GmbH, die Anforderungen an eine AG und die Informationen für Unternehmer aus EU/EFTA-Staaten erläutern die jeweiligen Vorschriften.
Alpine Capital koordiniert über seine Dienstleistungen zur Schweizer Firmengründung die Gesellschaftsstruktur, Gründungsunterlagen, Vertretung und Vorbereitung des Bankprozesses entsprechend der tatsächlichen Ausgangssituation des Gründers.
Drei unterschiedliche Ausgangssituationen – nicht eine einzige Standardlösung
Ein portugiesischer Unternehmer, der bereits in der Schweiz lebt und arbeitet, benötigt möglicherweise vor allem die Organisation einer operativen Gesellschaft, Lohnabrechnung und Buchhaltung, aber keine neue internationale Relocation.
Ein Gründer, der weiterhin in Portugal lebt, kann dagegen eine Schweizer Tochtergesellschaft mit tatsächlicher lokaler Vertretung und einer klaren Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den beiden Ländern benötigen.
Wer persönlich aus Portugal in die Schweiz umzieht, muss die Gesellschaftsstruktur mit Aufenthaltsrecht, Besteuerung und der tatsächlich geplanten Erwerbstätigkeit abstimmen.
Diese drei Situationen können denselben Reisepass betreffen, erfordern jedoch unterschiedliche Entscheidungen.
Am Anfang sollte deshalb geklärt werden, wo der Gründer lebt, wem das bestehende Unternehmen gehört und wo die Geschäftsleitung tatsächlich ausgeübt werden soll.
Eine Schweizer Gesellschaft sollte eine klar identifizierbare Funktion erfüllen: Kunden bedienen, Lieferanten koordinieren, Mitarbeitende beschäftigen, Beteiligungen halten oder eine andere tatsächliche wirtschaftliche Aufgabe übernehmen.
Portugal und die Schweiz: eine Beziehung, die auf Menschen und Unternehmen beruht
Die portugiesische Verbindung zur Schweiz ist bedeutend.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten bezeichnet portugiesische Staatsangehörige als die drittgrösste ausländische Bevölkerungsgruppe in der Schweiz und dokumentiert für 2025 einen bilateralen Warenhandel von ungefähr CHF 2,5 Milliarden.
Die wirtschaftliche Beziehung umfasst Pharmazeutika, Maschinen, Präzisionsprodukte, Textilien, Bekleidung und Schuhe.
Auch im professionellen Bereich gibt es sichtbare Beispiele der Zusammenarbeit.
Ein Gebäude auf dem Novartis Campus in Basel wurde vom Architekten Álvaro Siza aus Porto entworfen. Technologieberatungen und Pharmaunternehmen liefern weitere Beispiele dafür, wie portugiesische Kompetenzen auf die Anforderungen des Schweizer Marktes treffen.
Diese Verbindungen zeigen verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der Schweiz.
Sie bedeuten jedoch nicht, dass jeder Unternehmer eine Holdinggesellschaft benötigt oder dass Steuern der wichtigste Grund für die Gründung sein müssen.
Drei dokumentierte portugiesisch-schweizerische Geschäftsmodelle
Aufbau einer lokalen Kundenpräsenz: BI4ALL
In einer Unternehmensmitteilung vom Oktober 2022 beschrieb das portugiesische Technologieberatungsunternehmen BI4ALL die Eröffnung seines ersten internationalen Büros in der Schweiz.
Ziel war es, das internationale Wachstum zu unterstützen und bereits bestehende Schweizer Kunden besser zu betreuen.
Dies ist ein praktisches Beispiel für eine lokale Marktpräsenz.
Ein Unternehmen, das bereits Schweizer Kunden bedient, kann zu dem Schluss kommen, dass lokale Koordination, Geschäftsentwicklung und ein engerer Kontakt zu Kunden ein eigenes Büro rechtfertigen.
Die Erkenntnis lautet nicht, dass die portugiesische Expertise vollständig in die Schweiz verlagert werden muss.
Vielmehr können Verantwortlichkeiten zwischen verschiedenen Standorten verteilt werden, sofern Verträge, Personalstruktur und das Modell der Leistungserbringung dazu passen.
Für einen Gründer sind insbesondere folgende Fragen relevant: Wer betreut die Kundenbeziehung? Wo wird die Arbeit tatsächlich ausgeführt? Und welche Gesellschaft trägt die vertraglichen Verpflichtungen?
Koordination pharmazeutischer Lieferketten: BIAL und Novipharma
Der portugiesische Pharmakonzern BIAL erklärt, dass er seit 2008 durch Novipharma in der Schweiz vertreten ist.
Die Beschreibung der Schweizer Gesellschaft weist Novipharma eine konkrete Aufgabe zu: die Verwaltung der globalen Lieferkette für neue Arzneimittel aus der Forschung und Entwicklung von BIAL sowie die Unterstützung des Wachstums in Europa und Nordamerika.
Dies ist mehr als eine lokale Vertriebsadresse.
Das Beispiel zeigt eine klar definierte internationale Koordinationsfunktion innerhalb einer grösseren Unternehmensgruppe.
Für Unternehmer ist dieses Prinzip auch auf andere Branchen übertragbar: Eine Schweizer Gesellschaft kann sinnvoll sein, wenn Beschaffung, Vertrieb oder kommerzielle Koordination tatsächlich dort angesiedelt werden sollen.
Das Beispiel bedeutet weder, dass sämtliche Produkte in der Schweiz hergestellt werden, noch dass die Firmengründung branchenspezifische regulatorische Anforderungen ersetzt.
Spezialisierte Fachkompetenz: Álvaro Siza und Novartis
Die Projektdokumentation zum Siza-Gebäude auf dem Novartis Campus nennt den in Porto ansässigen Architekten Álvaro Siza und die Novartis Pharma AG in Basel als Auftraggeberin.
Das 2011 fertiggestellte Projekt verbindet Labor- und pharmazeutische Nutzungen mit Büro- und Verwaltungsflächen.
Der Schweizer Projektpartner Caretta Weidmann übernahm Aufgaben der Gesamtplanung und des Baumanagements.
Dies veranschaulicht eine professionelle Zusammenarbeit und ist kein Nachweis für eine portugiesisch kontrollierte Schweizer Tochtergesellschaft.
Für ein Architektur-, Ingenieur- oder Designunternehmen kann eine erste Geschäftsmöglichkeit in der Schweiz daher zunächst koordinierte Verträge und lokale Partner erfordern.
Eine eigene Schweizer Gesellschaft wird dann relevant, wenn eine fortlaufende Geschäftstätigkeit ihre Gründung rechtfertigt.
Diese drei Modelle – lokale Kundenpräsenz, internationale Lieferkettenkoordination und spezialisierte Projektleistungen – sollten jeweils anhand ihrer tatsächlichen Funktionen beurteilt werden.
Portugiesische Lda. oder Schweizer GmbH: Was ändert sich?
Portugal: Das Mindestkapital kann sehr niedrig sein
Eine portugiesische sociedade unipessoal por quotas kann einen einzigen Gesellschafter haben.
Eine gewöhnliche sociedade por quotas, kurz Lda., hat dagegen normalerweise mindestens zwei Gesellschafter.
Der Mindestnennwert jeder Quote beträgt EUR 1.
Für eine portugiesische sociedade anónima, kurz S.A., beträgt das Mindestaktienkapital EUR 50’000. Für regulierte Tätigkeiten können höhere Anforderungen gelten.
Die offiziellen portugiesischen Informationen zum Gesellschaftskapital unterscheiden zudem zwischen dem nominellen Kapital und den Regeln für dessen Einzahlung.
Die Informationen zu den portugiesischen Gesellschaftsformen erläutern die unterschiedlichen Eigentümerstrukturen.
Diese Vorschriften sollten nicht unverändert auf die Schweiz übertragen werden.
Schweizer GmbH: vollständig einbezahltes Kapital und öffentlich eingetragene Gesellschafter
Eine Schweizer GmbH benötigt mindestens CHF 20’000 vollständig einbezahltes Stammkapital.
Ein einziger Gesellschafter genügt. Dies kann auch eine ausländische natürliche oder juristische Person sein.
Die Gesellschafter werden im Handelsregister eingetragen.
Anteilsübertragungen erfordern eine schriftliche Dokumentation und grundsätzlich die Zustimmung der Gesellschafterversammlung, vorbehaltlich der Statuten und des anwendbaren Rechts.
Diese Rechtsform kann sich für ein inhabergeführtes operatives Unternehmen mit einem relativ stabilen Eigentümerkreis eignen.
Schweizer AG: Flexibilität für Investoren und Eigentümerwechsel
Eine Schweizer AG benötigt mindestens CHF 100’000 nominelles Aktienkapital.
Bei der Gründung müssen mindestens 20 % des Nennwerts jeder Aktie einbezahlt werden, insgesamt jedoch mindestens CHF 50’000.
Auch eine AG kann einen einzigen Aktionär haben.
Ihre Aktienstruktur kann für zukünftige Investitionen, die Nachfolgeplanung oder Änderungen der Eigentümerverhältnisse vorteilhaft sein.
Aktionäre werden grundsätzlich nicht allein aufgrund ihres Aktienbesitzes im Handelsregister veröffentlicht.
Dies macht eine AG jedoch nicht anonym: Eigentumsregister, Bankprüfungen und Meldungen zu wirtschaftlich Berechtigten bleiben relevant.
Der Vergleich zwischen Schweizer AG und GmbH behandelt diese Unterschiede über die Kapitalanforderungen hinaus.
Was kostet die Gründung einer Schweizer Gesellschaft?
Unterscheiden Sie zwischen Gesellschaftskapital, Gründungskosten und laufenden Betriebskosten.
Das Kapital gehört der Gesellschaft.
Professionelle Unterstützung, Notariatskosten, Handelsregistereintragung, Vorbereitung des Bankprozesses, Schweizer Vertretung, Geschäftsräume, Buchhaltung und Compliance sind separate Kostenpositionen.
Der Schweizer Firmengründungskosten-Rechner bietet einen ersten Richtwert.
Ein individuelles Angebot sollte die Eigentümer, das Geschäftsmodell, die erforderliche Dokumentation und die laufenden Verantwortlichkeiten berücksichtigen.
Ein Gründer, der an eine portugiesische Gesellschaft mit einer sehr geringen anfänglichen Kapitaleinlage gewöhnt ist, sollte die Schweizer Finanzierungsvoraussetzungen frühzeitig einplanen.
Berechnen Sie ausserdem das erforderliche Betriebskapital: Löhne, Lieferantenanzahlungen, Bürokosten und den Zeitraum bis zu den ersten Kundenzahlungen.
Das gesetzliche Mindestkapital ist keine Prognose des tatsächlichen Finanzierungsbedarfs.
Der Umsetzungsprozess beginnt normalerweise mit der Festlegung der Gesellschaftsstruktur und des Finanzierungswegs.
Anschliessend werden die Gründungsunterlagen und die Kapitaleinzahlung vorbereitet, gefolgt von der notariellen Beurkundung und der Handelsregistereintragung.
Danach beziehungsweise parallel werden die operativen Bankbeziehungen und die weiteren betrieblichen Voraussetzungen organisiert.
Banking und erforderliche branchenspezifische Bewilligungen können den Zeitplan beeinflussen.
Unternehmensbesteuerung: Für 2026 muss der richtige portugiesische Steuersatz verwendet werden
Kontinentalportugal: 19 % und nicht ein undatierter allgemeiner Steuersatz
Für Steuerperioden, die 2026 beginnen, beträgt der ordentliche portugiesische Körperschaftsteuersatz auf dem Festland, die sogenannte IRC – Imposto sobre o Rendimento das Pessoas Coletivas – 19 %.
Qualifizierende kleine und mittlere Unternehmen sowie Small Mid Caps können einen Steuersatz von 15 % auf die ersten EUR 50’000 des steuerpflichtigen Einkommens anwenden.
Auf den darüberliegenden Betrag gilt grundsätzlich der ordentliche Steuersatz, vorbehaltlich der entsprechenden Voraussetzungen.
Die Übergangsbestimmungen zu Artikel 87 des portugiesischen Körperschaftsteuergesetzes sind besonders wichtig.
Der konsolidierte Gesetzestext enthält bereits den längerfristig vorgesehenen Steuersatz von 17 %.
Für das Jahr 2026 schreibt das Gesetz jedoch ausdrücklich einen Satz von 19 % vor.
Anwendbare kommunale und staatliche Zuschläge, Steueranreize und regionale Regelungen müssen separat geprüft werden.
Ein Beispiel für Kontinentalportugal sollte nicht als vollständige Steuerberechnung für sämtliche Gesellschaften auf Madeira oder den Azoren dargestellt werden.
Schweiz: Die Gemeinde beeinflusst die Berechnung
Schweizer Gesellschaften bezahlen Gewinnsteuern auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene.
Der gesetzliche Bundessteuersatz beträgt 8,5 % des Reingewinns nach Steuern, wobei Gewinnsteuern steuerlich abzugsfähig sind.
Für eine ordentlich besteuerte Gesellschaft in Wollerau ergibt sich für 2026 illustrativ eine kombinierte effektive Gewinnsteuerbelastung von ungefähr 11,60 % des Gewinns vor Steuern.
Diese Berechnung verwendet den ordentlichen Schwyzer Gewinnsteuersatz und die anwendbaren lokalen Steuerfüsse unter Berücksichtigung der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Gewinnsteuern.
Kapital- oder Mindeststeuern, individuelle Anpassungen und Regeln für grosse multinationale Unternehmensgruppen erfordern eine separate Prüfung.
Der Vergleich der Schweizer Unternehmenssteuern nach Kantonen und Gemeinden erläutert die Berechnung und verweist auf die offiziellen Grundlagen.
Ein niedrigerer Unternehmenssteuersatz bedeutet für sich allein nicht, dass die gesamte Steuerbelastung nach Verwaltungskosten, Ausschüttungen und persönlicher Besteuerung des Eigentümers tatsächlich geringer ist.
Die Geschäftsleitung muss zur geplanten steuerlichen Struktur passen
Das portugiesische Körperschaftsteuerrecht berücksichtigt den statutarischen Sitz und die tatsächliche Geschäftsleitung einer Gesellschaft, wie Artikel 2 des portugiesischen Körperschaftsteuergesetzes erläutert.
Eine Schweizer Gesellschaft, die tatsächlich überwiegend aus Portugal geführt wird, benötigt deshalb eine umfassendere Analyse als lediglich die Prüfung ihrer Schweizer Handelsregistereintragung.
Wenn ein portugiesisches Team die Leistungen erbringt und eine Schweizer Gesellschaft die Kundenbeziehungen betreut, sollte dokumentiert werden, wer Mitarbeitende beschäftigt, Projekte kontrolliert, Verträge verhandelt und wirtschaftliche Risiken trägt.
Die konzerninternen Dienstleistungen und Verrechnungspreise sollten vor Ausstellung der ersten Rechnungen vereinbart werden.
Ein Schweizer Vertreter sollte eine tatsächliche Governance-Funktion übernehmen und nicht lediglich seine Unterschrift zur Verfügung stellen.
Regeln für kontrollierte ausländische Gesellschaften: keine automatische Besteuerung, aber weiterhin relevant
Die portugiesischen Regeln für kontrollierte ausländische Gesellschaften – sogenannte CFC-Regeln – können nicht ausgeschüttete Gewinne ausländischer Gesellschaften einem portugiesischen körperschaftsteuerpflichtigen Unternehmen zurechnen.
Dies kann bei einer Beteiligung von mindestens 25 % relevant werden, wenn die gesetzlichen Niedrigsteuerkriterien erfüllt sind.
Bei einem der Tests wird die tatsächlich bezahlte ausländische Ertragssteuer mit 50 % der Steuer verglichen, die nach portugiesischen Vorschriften angefallen wäre.
Es handelt sich also nicht lediglich um den Vergleich öffentlich genannter Körperschaftsteuersätze.
Ausnahmen aufgrund der Zusammensetzung der Einkünfte und weitere gesetzliche Voraussetzungen müssen berücksichtigt werden.
Die besondere Ausnahme für eine echte Geschäftstätigkeit von Gesellschaften innerhalb der EU beziehungsweise des EWR sollte nicht automatisch auf die Schweiz angewendet werden, nur weil sie Mitglied der EFTA ist.
Artikel 66 des portugiesischen Körperschaftsteuergesetzes enthält die entsprechenden Vorschriften.
Dies bedeutet nicht, dass jede Schweizer Tochtergesellschaft automatisch eine portugiesische CFC-Besteuerung auslöst.
Es bedeutet vielmehr, dass die tatsächlichen Verhältnisse geprüft werden müssen, bevor in der Schweizer Gesellschaft einbehaltene Gewinne als abschliessendes steuerliches Ergebnis betrachtet werden.
Wie werden Dividenden zwischen Portugal und der Schweiz besteuert?
Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Portugal sieht steuerliche Entlastungen vor, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Die Regelungen umfassen einen allgemeinen Quellensteuerhöchstsatz von 15 % auf Dividenden.
Für eine qualifizierende Unternehmensbeteiligung von mindestens 25 %, die während mindestens zwei Jahren gehalten wird, kann eine Befreiung von der Quellensteuer im Quellenstaat gelten.
Die Beteiligungsdauer ist dabei entscheidend.
Ein privater Aktionär, eine neu gegründete Holdinggesellschaft und eine qualifizierende langfristige Unternehmensbeteiligung sollten deshalb nicht identisch beurteilt werden.
Die offizielle Schweizer Übersicht zur Quellensteuerentlastung für 2026 nennt die portugiesische Beteiligungsbefreiung und die erforderliche Mindesthaltedauer.
Schweizer Dividenden unterliegen grundsätzlich zunächst der 35%igen Verrechnungssteuer vor einer möglichen Entlastung.
Ansässigkeit, wirtschaftliche Berechtigung, Missbrauchsbestimmungen und die korrekten Verfahren bleiben wichtig.
Eine Entlastung nach dem Doppelbesteuerungsabkommen bedeutet nicht automatisch, dass der Empfänger die Dividende in seinem Wohnsitzstaat steuerfrei erhält.
Unternehmenssteuer, Ausschüttungen, Quellensteuer und Besteuerung beim Empfänger sollten gemeinsam berechnet werden.
Mehrwertsteuer: Kontinentalportugal und die Schweiz haben unterschiedliche Systeme
Der reguläre Mehrwertsteuersatz in Kontinentalportugal beträgt 23 %.
Für qualifizierende Waren und Dienstleistungen gelten reduzierte Sätze.
Für die autonomen Regionen gelten eigene Steuersätze.
Artikel 18 des portugiesischen Mehrwertsteuergesetzes erläutert die entsprechenden Vorschriften.
Der reguläre Schweizer Mehrwertsteuersatz beträgt 8,1 %.
Die korrekte Behandlung hängt von der Art der Waren oder Dienstleistungen, dem Kunden, den Lieferbedingungen und dem Leistungsort ab.
Eine Transaktion mit der Schweiz sollte nicht einfach wie eine gewöhnliche Lieferung zwischen zwei EU-Mitgliedstaaten behandelt werden.
Können portugiesische Unternehmer in die Schweiz ziehen, um ihr Unternehmen zu führen?
Portugiesische Staatsangehörige profitieren vom Schweizer EU/EFTA-Aufenthaltsrecht und unterliegen nicht den gewöhnlichen Zulassungsbestimmungen für Unternehmer aus Drittstaaten.
Für eine tatsächliche selbständige Erwerbstätigkeit müssen Antragsteller ihre Geschäftstätigkeit anhand geeigneter geschäftlicher und finanzieller Unterlagen nachweisen.
Die offiziellen Informationen für Unternehmer aus EU/EFTA-Staaten erläutern die entsprechenden Voraussetzungen und die Möglichkeit einer fünfjährigen B-Aufenthaltsbewilligung.
Wer über eine eigene AG oder GmbH arbeitet, muss ausserdem die korrekte arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Einordnung klären.
Der Besitz von Gesellschaftsanteilen macht den Eigentümer nicht automatisch zu einer selbständig erwerbenden Person.
Qualifizierende portugiesische Staatsangehörige können auch ohne Erwerbstätigkeit in der Schweiz wohnen, wenn sie über ausreichende finanzielle Mittel sowie eine angemessene Kranken- und Unfallversicherung verfügen.
Die Regeln zur EU/EFTA-B-Aufenthaltsbewilligung erläutern diese Möglichkeit.
Eine portugiesische Aufenthaltsbewilligung – einschliesslich einer investitionsbasierten Aufenthaltsbewilligung – ist nicht mit der portugiesischen Staatsangehörigkeit gleichzusetzen.
Ein Drittstaatsangehöriger, der lediglich in Portugal wohnt, sollte deshalb nicht davon ausgehen, dass die Schweizer Aufenthaltsrechte portugiesischer Staatsbürger automatisch auch für ihn gelten.
Persönliche Besteuerung und Wegzug aus Portugal
Das ordentliche portugiesische Einkommensteuersystem
Portugiesische Steuerresidenten werden grundsätzlich auf ihr weltweites Einkommen besteuert.
Nichtresidenten werden auf Einkünfte aus portugiesischen Quellen besteuert, gemäss Artikel 15 des portugiesischen Einkommensteuergesetzes.
Die regulären progressiven Einkommensteuersätze für 2026 reichen von 12,5 % bis 48 %.
Auf höhere steuerpflichtige Einkommen kann zusätzlich eine Solidaritätssteuer anfallen.
Die relevanten Bestimmungen finden sich in Artikel 68 und Artikel 68-A.
Kapitalerträge erfordern eine separate Berechnung.
Für bestimmte Kapitaleinkünfte gilt ein besonderer Steuersatz von 28 %, vorbehaltlich von Wahlrechten, Ausnahmen und besonderen Steuerregimen, die in Artikel 72 beschrieben werden.
Gehalt, Dividenden und Kapitalgewinne sollten nicht als austauschbare Einkommenskategorien behandelt werden.
Der Wegzug aus Portugal erfordert mehr als das Zählen von Aufenthaltstagen
Eine portugiesische Steueransässigkeit kann entstehen, wenn sich eine Person innerhalb des relevanten Zwölfmonatszeitraums mehr als 183 Tage in Portugal aufhält.
Sie kann jedoch auch bei einer geringeren Aufenthaltsdauer entstehen, wenn eine Wohnung vorhanden ist, deren Umstände auf die Absicht hinweisen, sie als gewöhnlichen Wohnsitz beizubehalten und zu nutzen.
Die Ansässigkeitsregeln in Artikel 16 erfordern deshalb eine Prüfung der tatsächlichen Umstände.
Die portugiesische Steuerbehörde weist ausserdem darauf hin, dass Personen, die ins Ausland ziehen, ihre steuerliche Adresse innerhalb von 60 Tagen aktualisieren müssen.
Die offiziellen Informationen zum steuerlichen Wohnsitz im Ausland erläutern die erforderlichen Nachweise und mögliche Probleme bei nicht aktualisierten Angaben.
Das Behalten portugiesischer Immobilien oder Unternehmensanteile erfordert eine weitere Prüfung der betreffenden Einkünfte und Verpflichtungen.
Ein Wegzug führt nicht dazu, dass diese Vermögenswerte steuerlich oder rechtlich verschwinden.
Schweiz: Die Besteuerung berücksichtigt auch den Vermögenswert
Die ordentliche Schweizer Besteuerung kombiniert Einkommensteuern auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene mit kantonalen und kommunalen Vermögenssteuern.
Ein Unternehmer, der seinen Wohnsitz verlegt, sollte den Wert seiner Beteiligungen an einem portugiesischen Unternehmen ebenso prüfen wie die daraus erhaltenen Dividenden.
Das Einbehalten von Gewinnen innerhalb der Gesellschaft beseitigt nicht zwangsläufig Bewertungs- und Deklarationspflichten.
Private Kapitalgewinne auf beweglichem Privatvermögen, beispielsweise privat gehaltenen Wertschriften, sind grundsätzlich steuerfrei.
Für Geschäftsvermögen und gewerbsmässigen Wertschriftenhandel gelten andere Regeln.
Dividenden sind nicht automatisch steuerfrei.
Der Leitfaden zum Schweizer Steuersystem erläutert die Grundlagen.
Pensionen, ausländische Immobilien, familiäre Umstände, Sozialversicherungen und Krankenversicherungskosten sollten in die Umzugsplanung einbezogen werden.
Könnte die Schweizer Pauschalbesteuerung relevant sein?
Grundsätzlich kann sie für einen qualifizierenden ausländischen Staatsangehörigen relevant sein, der tatsächlich in die Schweiz zieht und hier keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.
Die Besteuerung nach dem Aufwand, auch Pauschalbesteuerung genannt, basiert auf dem Lebensaufwand und gesetzlichen Berechnungsgrundlagen statt auf der ordentlichen Ermittlung des weltweiten Einkommens und Vermögens.
Grundsätzlich erforderlich sind das Fehlen der Schweizer Staatsangehörigkeit, die erstmalige Begründung eines Schweizer Steuerwohnsitzes oder eine Rückkehr nach mindestens zehn Jahren Abwesenheit sowie der Verzicht auf eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz.
Bei gemeinsamer Veranlagung müssen beide Ehegatten die geltenden Voraussetzungen erfüllen.
Der Kanton Schwyz hat das Regime beibehalten, während der Kanton Zürich es abgeschafft hat.
Die Erläuterungen des Bundes beschreiben den Rahmen.
Die Berechnung berücksichtigt den weltweiten Lebensaufwand und gesetzliche Mindestbemessungsgrundlagen.
Für eine Person mit eigenem Haushalt gehört dazu mindestens das Siebenfache der Jahresmiete oder des Eigenmietwerts.
Bundesrechtliche und kantonale Mindestbeträge, Vermögenssteueranforderungen und Kontrollrechnungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Die Informationen des Kantons Schwyz behandeln diese Voraussetzungen sowie ausländische Einkünfte, für die Abkommensentlastungen beansprucht werden.
Die tägliche Geschäftsführung einer portugiesischen Gesellschaft aus einem Schweizer Wohnhaus kann eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz darstellen.
Dass eine Vergütung aus Portugal stammt, ändert nicht den Ort, an dem die Arbeit tatsächlich ausgeführt wird.
Dieses Steuerregime kann nicht automatisch von einem bereits seit längerer Zeit in der Schweiz ansässigen Unternehmer gewählt werden, nur weil er seinen Wohnsitz nach Wollerau verlegt.
Schweizer Banking: Mittelherkunft und Geschäftsmodell gemeinsam dokumentieren
Eine Gesellschaft mit portugiesischen Eigentümern kann Schweizer Bankdienstleistungen beantragen.
Ein EU-Reisepass ist jedoch keine Garantie für eine Kontoeröffnung.
Im Rahmen der Schweizer Geldwäschereibekämpfung müssen Banken Kunden und wirtschaftlich Berechtigte identifizieren sowie den relevanten wirtschaftlichen Hintergrund klären.
Hilfreiche Unterlagen können Eigentumsnachweise, Jahresabschlüsse, Geschäftsverträge und eine nachvollziehbare Dokumentation des Kapitaltransfers sein.
Es sollte klar angegeben werden, ob die Mittel aus persönlichen Ersparnissen, Unternehmensgewinnen, einem Unternehmensverkauf oder einem dokumentierten Darlehen stammen.
Erklären Sie die erwarteten Kunden, Lieferanten, Währungen und Zahlungen.
Die Dokumente der portugiesischen Gesellschaft und der Schweizer Bankantrag sollten ein übereinstimmendes Geschäftsmodell beschreiben.
Ein Kapitaleinzahlungskonto, ein operatives Geschäftskonto und ein privates Anlagekonto erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Die Übersicht zu Schweizer Bankkonten erläutert diese Unterschiede.
Portugiesische Meldepflichten enden nicht an der Schweizer Grenze
Für natürliche Personen, die weiterhin in Portugal steuerlich ansässig sind, gehören ausländische Einkünfte grundsätzlich in den Anhang J – Anexo J – der portugiesischen Einkommensteuererklärung.
Relevante ausländische Bank- und Wertschriftenkonten müssen ausserdem in Anhang J, Abschnitt 11, angegeben werden, selbst wenn sie keine Einkünfte erzeugt haben.
Diese Verpflichtung kann Kontoinhaber, wirtschaftlich Berechtigte und Personen betreffen, die zur Verfügung über das Konto ermächtigt sind.
Die Informationen der portugiesischen Steuerbehörde zu ausländischen Einkünften unterscheiden zwischen der Deklaration von Einkünften und der Identifikation ausländischer Konten.
Die blosse Meldung eines Kontos löst nicht automatisch eine Steuerzahlung aus.
Wirtschaftlich Berechtigte: eine separate Schweizer Verpflichtung
Das Schweizer Transparenzregister TranspaReg nahm am 1. Oktober 2026 seinen Betrieb auf.
Meldepflichtige Rechtsträger müssen ihre wirtschaftlich Berechtigten innerhalb der geltenden Fristen identifizieren und melden.
Das Startdatum ist keine einheitliche Meldefrist für sämtliche Gesellschaften.
Das Register ist nicht öffentlich.
Berechtigte Stellen haben jedoch nach den anwendbaren Regeln Zugang zu den Informationen.
Die offiziellen Fragen und Antworten erläutern den Rahmen.
Eine portugiesische Muttergesellschaft beseitigt nicht die Notwendigkeit, die letztlichen Eigentums- und Kontrollverhältnisse festzustellen.
Alpine Capital kann bei der Identifikation, Dokumentation der Eigentumskette und Vorbereitung der Meldung über die Unterstützung zum Schweizer Transparenzregister helfen.
Wollerau: Geschäftsräume nach der tatsächlichen Tätigkeit auswählen
Eine Gesellschaft, die Schweizer Kunden betreut, benötigt möglicherweise regelmässig Besprechungsräume und eine administrative Basis.
Ein Unternehmen mit lokalem Management kann eigene Büroräumlichkeiten benötigen.
Die Büro- und Meetingmöglichkeiten in Wollerau bieten verschiedene Optionen in der Zürichseeregion.
Eine Domiziladresse, ein gemeinschaftlich genutzter Arbeitsplatz und ein separates Büro erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse.
Wenn ein lokales Team erforderlich ist, kann die Personalvermittlung von Alpine Capital bei der Suche nach ausgewählten Fach- und Führungskräften in der Schweiz unterstützen.
Kann ein portugiesischer Einwohner Schweizer Gewerbeimmobilien kaufen?
Grundsätzlich können ausländische Nichtresidenten qualifizierende Schweizer Gewerbeimmobilien erwerben, vorbehaltlich der Lex Koller und der tatsächlichen Nutzung.
Wohnimmobilien zu Anlagezwecken und gemischt genutzte Gebäude erfordern eine andere Beurteilung.
Eine ausländisch kontrollierte Schweizer Gesellschaft beseitigt die Beschränkungen für Wohnimmobilien nicht automatisch.
Für portugiesische Staatsangehörige, die tatsächlich und rechtmässig in der Schweiz wohnen, ist eine weitere Unterscheidung wichtig:
Als EU-Staatsangehörige gelten sie nach der Lex Koller grundsätzlich nicht als Personen im Ausland.
Ein portugiesischer Reisepass allein begründet diesen Status jedoch nicht, solange der Eigentümer weiterhin in Portugal wohnt.
Die Informationen des Bundesamts für Justiz und der Artikel Können Ausländer Gewerbeimmobilien in der Schweiz kaufen? erläutern die unterschiedlichen Kategorien.
Drei kostspielige Fehler, die vermieden werden sollten
Den falschen Steuerjahresvergleich verwenden
Die schrittweisen Senkungen der portugiesischen Körperschaftsteuersätze machen einen Vergleich mit undatierten Steuersätzen unzuverlässig.
Prüfen Sie das betreffende Geschäftsjahr, die Voraussetzungen für reduzierte Steuersätze und mögliche zusätzliche Abgaben, bevor eine Schweizer Alternative berechnet wird.
Staatsangehörigkeit, Wohnsitz und steuerlichen Status verwechseln
Ein portugiesischer Reisepass, eine portugiesische Aufenthaltsbewilligung und eine portugiesische Steueransässigkeitsbescheinigung beantworten unterschiedliche Fragen.
Keines dieser Dokumente sollte als Nachweis sämtlicher Rechte betrachtet werden, die für Schweizer Immigration, Abkommensentlastungen und Banking benötigt werden.
Die operative Vereinbarung erst nach der ersten Rechnung abschliessen
Ein portugiesisches Dienstleistungsteam und eine Schweizer Gesellschaft mit direktem Kundenkontakt benötigen eine klare Verteilung von Arbeit und Verantwortung.
Vereinbaren Sie frühzeitig, wer Mitarbeitende beschäftigt, wem das geistige Eigentum gehört, wer Kundenreklamationen bearbeitet und wer das Zahlungsrisiko trägt.
Diese Fragen sollten geklärt sein, bevor sich die Geschäftsbeziehung etabliert.
Praktische Fragen portugiesischer Unternehmer
Kann meine bestehende Lda. Eigentümerin der Schweizer Tochtergesellschaft sein?
Grundsätzlich ja.
Eine ausländische juristische Person kann Anteile an einer Schweizer AG oder GmbH halten.
Registrierung, zeichnungsberechtigte Vertreter, Eigentumsverhältnisse und wirtschaftlich Berechtigte müssen dokumentiert werden.
Eine gesellschaftliche Beteiligung sollte mit einer persönlichen Beteiligung verglichen werden, unter Berücksichtigung der tatsächlichen steuerlichen, finanziellen, gesellschaftsrechtlichen und nachfolgebezogenen Folgen.
Kann ich meine portugiesische Gesellschaft nach dem Umzug behalten?
Das Eigentum kann fortbestehen.
Die Führungsstruktur muss jedoch überprüft werden.
Als Investor beteiligt zu bleiben und die Gesellschaft persönlich aus der Schweiz zu führen, sind unterschiedliche Situationen.
Vor dem Umzug sollten die steuerliche Ansässigkeit der Gesellschaft, Lohnabrechnung und die Vereinbarkeit mit dem geplanten persönlichen Schweizer Steuerregime geprüft werden.
Kann meine portugiesische Gesellschaft ein Team für ein kurzfristiges Schweizer Projekt entsenden?
Grundsätzlich kann dies unter den anwendbaren Vorschriften für grenzüberschreitende Dienstleistungen möglich sein.
Das Schweizer Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit erfasst qualifizierende Fälle von bis zu 90 Arbeitstagen pro Kalenderjahr.
Dabei gelten bestimmte Voraussetzungen, Meldepflichten und branchenspezifische Anforderungen.
Es handelt sich nicht um ein uneingeschränktes Recht für sämtliche Mitarbeitenden oder jede Tätigkeit.
Kann ich meinen portugiesischen NHR- oder IFICI-Steuerstatus in die Schweiz übertragen?
Nein.
Diese Regelungen gehören zum portugiesischen Steuerrecht und sind keine international übertragbaren Steuerbefreiungen.
Frühere oder übergangsweise bestehende Ansprüche im Rahmen des NHR-Regimes müssen anhand der Informationen der portugiesischen Steuerbehörde zum NHR geprüft werden.
Das separate IFICI-Regime richtet sich an qualifizierende Tätigkeiten und Personen.
Keines dieser Regime bestimmt automatisch die Schweizer Besteuerung nach einem Umzug.
Ist der Kauf einer bestehenden Schweizer Gesellschaft schneller?
Er erspart die Errichtung einer neuen juristischen Person, bringt jedoch eine Erwerbsprüfung sowie Änderungen bei Eigentum oder Governance mit sich.
Auch die Bankbeziehung kann neu beurteilt werden müssen.
Die Risiken beim Kauf einer bestehenden Schweizer Gesellschaft sollten geprüft werden, bevor das Gründungsdatum oder ein bereits vorhandenes Bankkonto zum entscheidenden Kriterium wird.
Welche Informationen sollte ich für ein erstes Angebot vorbereiten?
Stellen Sie ein Organigramm der Eigentümerstruktur, eine kurze Geschäftsbeschreibung, die relevanten Länder und Gegenparteien, erwartete Umsätze und Zahlungen, die Kapitalherkunft sowie mögliche Umzugspläne zusammen.
Geben Sie an, welche portugiesischen Gesellschaften bereits bestehen und wo die einzelnen Gründer tatsächlich arbeiten werden.
Fazit
Die portugiesisch-schweizerische Geschäftspraxis zeigt bereits mehrere tragfähige Modelle: lokale Kundenbetreuung, internationale Lieferkettenkoordination und spezialisierte professionelle Zusammenarbeit.
Die passende Struktur beginnt mit der Frage, welche Funktion die Schweiz tatsächlich übernehmen soll.
Eigentümerstruktur, Wohnsitz, Banking und Besteuerung müssen anschliessend auf derselben Tatsachengrundlage organisiert werden.
Alpine Capital kann die Schweizer Firmengründung, lokale Vertretung, Geschäftsräume und Vorbereitung des Bankprozesses koordinieren und dabei mit portugiesischen Beratern zusammenarbeiten, die die Situation im Herkunftsland betreuen.
Eine bestehende wirtschaftliche Beziehung ist ein guter Ausgangspunkt.
Klare Verantwortlichkeiten sorgen dafür, dass die daraus entstehende Gesellschaft langfristig funktioniert.
Stand der zugrunde liegenden Informationen: 16. Oktober 2026. Dieser Leitfaden dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle rechtliche, steuerliche, bankfachliche oder migrationsrechtliche Beratung.
Quellen und weiterführende Informationen
- Portugiesisches Justizministerium – Gesellschaftskapital und Gesellschaftsformen
- Portugiesische Steuerverwaltung – Körperschaftsteuersätze und Übergangsbestimmungen
- Portugiesische Steuerverwaltung – Regeln für kontrollierte ausländische Gesellschaften
- Portugiesische Steuerverwaltung – ausländische Einkünfte, Auslandskonten und Wohnsitzverlegung
- Eidgenössische Steuerverwaltung – Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz–Portugal und Übersicht zur Quellensteuerentlastung 2026
- SECO KMU-Portal – Unternehmer aus EU/EFTA-Staaten, Schweizer AG und Schweizer GmbH
- Kanton Schwyz – offizielle Steuerfüsse der Gemeinden für 2026
- Eidgenössisches Finanzdepartement – Besteuerung nach dem Aufwand
- Schweizer Transparenzregister – offizielle Fragen und Antworten
