Schweizer Firmengründung für Unternehmer aus Nordmazedonien: Kapital, Banking, Steuern und Aufenthaltsregeln für Gründer im Ausland und bereits in der Schweiz lebende Unternehmer.

Kann ein Staatsbürger Nordmazedoniens eine Gesellschaft in der Schweiz gründen?
Ja. Privatpersonen und Unternehmen aus Nordmazedonien können grundsätzlich 100 % einer Schweizer AG oder GmbH besitzen. Der Gesellschafter oder Aktionär muss normalerweise nicht in der Schweiz wohnen. Die Gesellschaft muss jedoch über eine entsprechend bevollmächtigte Vertretung mit Wohnsitz in der Schweiz verfügen. Das Eigentum an einer Gesellschaft vermittelt nicht automatisch das Recht, in der Schweiz zu arbeiten oder zu wohnen.
Eine Schweizer GmbH benötigt CHF 20’000 vollständig einbezahltes Stammkapital. Eine AG erfordert CHF 100’000 nominelles Aktienkapital, wovon bei der Gründung mindestens CHF 50’000 einbezahlt werden müssen. Zusätzlich muss die gesetzlich vorgeschriebene Mindestliberierung jeder Aktie erfüllt sein.
Die offiziellen Informationen zur Schweizer GmbH und die Anforderungen an eine AG erläutern den gesellschaftsrechtlichen Rahmen.
Alpine Capital koordiniert im Rahmen seiner Dienstleistungen zur Schweizer Firmengründung die Gesellschaftsstruktur, Gründungsunterlagen, lokale Vertretung und Vorbereitung des Bankprozesses entsprechend der tatsächlichen Ausgangssituation des Gründers.
Die erste Frage bei der Planung lautet deshalb, ob der Unternehmer bereits in der Schweiz lebt, seine Geschäfte weiterhin aus Nordmazedonien führen möchte oder einen persönlichen Umzug plant.
Drei Ausgangssituationen, die nicht verwechselt werden sollten
Bereits in der Schweiz etabliert
Ein nordmazedonischer Staatsangehöriger mit einer Schweizer Niederlassungsbewilligung, also einem C-Ausweis, befindet sich nicht in derselben Situation wie eine Person, die erstmals aus Skopje in die Schweiz ziehen möchte.
Die offiziellen Informationen für Unternehmer aus Drittstaaten nennen Personengruppen, die zur Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit berechtigt sind. Dazu gehören unter anderem Inhaber einer Niederlassungsbewilligung C sowie bestimmte Ehepartner von Schweizer Staatsangehörigen oder Personen mit Niederlassungsbewilligung.
Bei anderen Aufenthaltsverhältnissen müssen die konkrete Bewilligung und die geplante Tätigkeit geprüft werden.
Ein B-Ausweis sollte nicht ohne Prüfung seiner rechtlichen Grundlage als allgemeine Berechtigung zur selbständigen Geschäftstätigkeit betrachtet werden.
Für jemanden, der bereits in der Schweiz arbeiten darf, kann sich das Projekt auf die Wahl der Rechtsform, Finanzierung, Lohnabrechnung, Buchhaltung und den operativen Aufbau konzentrieren, statt auf ein neues Einwanderungsverfahren.
Weiterhin in Nordmazedonien wohnhaft
Ein Gründer, der in Nordmazedonien bleibt, kann grundsätzlich Eigentümer einer Schweizer Gesellschaft sein, sofern eine gesetzeskonforme lokale Vertretung organisiert wird.
Das Geschäftsmodell muss dennoch klarstellen, wer Verträge verhandelt, Zahlungen genehmigt, Mitarbeitende beaufsichtigt und wichtige Entscheidungen trifft.
Ein Schweizer Vertreter sollte über die Befugnisse, Informationen und tatsächliche Einbindung verfügen, die für seine Funktion notwendig sind.
Eine Geschäftsadresse und eine Unterschrift allein erklären noch nicht, wie das Unternehmen geführt wird.
Persönlicher Umzug in die Schweiz
Ein neuer Wohnsitz in der Schweiz erfordert eine separate Prüfung des Aufenthalts- und Arbeitsrechts, der persönlichen Besteuerung und einer möglicherweise fortbestehenden Geschäftstätigkeit in Nordmazedonien.
Gesellschaftseigentum, eine Anstellung bei der eigenen Gesellschaft und die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Schweizer Aufenthaltsbewilligung sind unterschiedliche Sachverhalte.
Bevor die Struktur gewählt wird, sollte deshalb festgelegt werden, welche Aufgaben der Gründer tatsächlich übernehmen möchte.
Schweiz und Nordmazedonien: eine Wirtschaftsbeziehung, die von Menschen und Unternehmen geprägt wird
Die Schweiz anerkannte Nordmazedonien am 12. Mai 1993.
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten beschreibt die bilateralen Beziehungen als eine Zusammenarbeit, die von einer bedeutenden Diaspora und langjährigen wirtschaftlichen Verbindungen getragen wird.
Der bilaterale Warenhandel erreichte 2025 einen Wert von CHF 184 Millionen.
Zu den Schweizer Exporten gehören chemische und pharmazeutische Produkte sowie Fahrzeuge. Die Importe aus Nordmazedonien umfassen unter anderem Textilien und landwirtschaftliche Erzeugnisse.
Das EDA dokumentiert auch eine unternehmerische Verbindung: Personen mit Wurzeln in Nordmazedonien, die in der Schweiz studiert oder gearbeitet haben, gründeten später Unternehmen in Nordmazedonien, teilweise gemeinsam mit Schweizer Partnern.
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit funktioniert somit in beide Richtungen.
Eine sinnvolle Unternehmensstruktur kann einen Schweizer Kundenstamm mit einem operativen Betrieb in Nordmazedonien verbinden, anstatt die Geschäftstätigkeit vollständig von einem Land ins andere zu verlagern.
Drei dokumentierte Geschäftsmodelle zwischen Nordmazedonien und der Schweiz
Eine Schweizer Tochtergesellschaft innerhalb einer Pharmagruppe: Alkaloid
Die geprüften konsolidierten Jahresabschlüsse 2024 von Alkaloid AD Skopje führen Alkaloidfarm SA in Freiburg, Schweiz, als vollständig gehaltene Tochtergesellschaft auf.
Die Schweiz erscheint ebenfalls im internationalen Standortverzeichnis der Gruppe.
Dies ist ein dokumentiertes Beispiel dafür, wie ein nordmazedonischer Unternehmenskonzern eine Schweizer juristische Person in seine internationale Organisation integriert.
Der Jahresabschluss bestätigt das Beteiligungsverhältnis zum betreffenden Bilanzstichtag.
Er erklärt jedoch nicht allein, weshalb die Schweiz als Standort gewählt wurde oder ob dort pharmazeutische Produkte hergestellt werden.
Für Unternehmer liegt die praktische Erkenntnis darin, zwischen der Muttergesellschaft, der Schweizer Tochtergesellschaft und den tatsächlich zugewiesenen Aufgaben zu unterscheiden.
Die Existenz einer Tochtergesellschaft ist der Ausgangspunkt dieser Analyse und nicht bereits deren Ergebnis.
Eine Schweizer Unternehmensgruppe erschliesst den nordmazedonischen Markt: MET
Im April 2026 gab die in der Schweiz ansässige MET Group bekannt, dass sie mit MET Skopje in den nordmazedonischen Markt eingetreten ist.
Die Unternehmensmitteilung beschrieb den Gasverkauf an Endkunden sowie den Schwerpunkt auf dem Stromgrosshandel.
Die Richtung ist hier umgekehrt zum Beispiel Alkaloid: Eine Unternehmensgruppe mit Sitz in der Schweiz gründet eine lokale Gesellschaft in Nordmazedonien.
Dieser Unterschied ist wichtig.
MET Skopje ist kein Beleg dafür, dass ein nordmazedonischer Unternehmer allein durch die Registrierung einer Schweizer Gesellschaft Zugang zu Schweizer Finanzierungen erhält.
Das Beispiel zeigt vielmehr eine klar definierte Markteintrittsfunktion, die von einer grösseren Unternehmensorganisation unterstützt wird.
Lokale Kundenbeziehungen, kommerzielle Verantwortlichkeiten und die Anforderungen des Energiesektors gehören zum operativen Geschäftsmodell.
Exportförderung ohne zusätzliche Tochtergesellschaft: SIPPO
Nordmazedonien beteiligt sich am Swiss Import Promotion Programme (SIPPO).
Das Programm wird im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO durchgeführt und von Swisscontact umgesetzt.
Die Programmbeschreibung erläutert, dass SIPPO Organisationen der Wirtschaftsförderung unterstützt, damit diese wiederum die Exportfähigkeit von Unternehmen stärken und den Zugang zur Schweiz, zur EU und zu weiteren Märkten erleichtern können.
Es handelt sich dabei weder um ein gewöhnliches Firmengründungsprogramm noch um eine automatische Förderung für jeden Exporteur.
Für einen Produzenten können zunächst eine bessere Produktpräsentation, Exportvorbereitung und der Aufbau von Käuferbeziehungen im Vordergrund stehen.
Eine Schweizer Tochtergesellschaft wird erst dann sinnvoll, wenn eine dauerhafte geschäftliche Funktion besteht, die separat organisiert werden soll.
Diese drei Modelle – Konzernbeteiligung, Markteintritt und Exportförderung – sollten nicht als austauschbare Strategien zur Unternehmensgründung betrachtet werden.
Welche Aufgaben sollte die Schweizer Gesellschaft tatsächlich übernehmen?
Beschreiben Sie zunächst die vorgesehene Schweizer Geschäftsfunktion, bevor Sie Steuersätze vergleichen.
Ein Hersteller könnte eine Schweizer Vertriebsgesellschaft benötigen.
Ein Dienstleistungsunternehmen könnte die lokale Kundenbetreuung in der Schweiz organisieren, während die eigentliche Leistungserbringung weiterhin in Nordmazedonien stattfindet.
Ein Investor könnte eine Gesellschaft mit klar definierten Governance-Regeln benötigen, über die eine Beteiligung gehalten wird.
Dies sind mögliche Modelle und keine allgemeingültigen Empfehlungen.
Erfassen Sie die Kunden, Lieferanten, Mitarbeitenden, Vermögenswerte, Entscheidungsträger und Zahlungsströme.
Stellen Sie fest, wer die Arbeit tatsächlich ausführt, wer wirtschaftliche Risiken trägt und wer die Ressourcen kontrolliert, die zur Erfüllung der Kundenverpflichtungen notwendig sind.
Bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen sollte geklärt werden, wer das Team beschäftigt, wem das geistige Eigentum gehört, wer Kundenreklamationen bearbeitet und wer das Risiko unbezahlter Rechnungen trägt.
Die Verträge und die Buchhaltung sollten diese Vereinbarungen von Anfang an widerspiegeln.
Nordmazedonische DOO oder DOOEL im Vergleich zur Schweizer GmbH und AG
Nordmazedonien: gewöhnliche Gesellschaften und vereinfachte Varianten unterscheiden
Eine gewöhnliche Gesellschaft mit beschränkter Haftung wird in Nordmazedonien üblicherweise als DOO bezeichnet.
Bei einer Gesellschaft mit nur einem Eigentümer wird die Bezeichnung DOOEL verwendet.
Die offiziellen Informationen der Investitionsförderungsagentur zur Unternehmensregistrierung beschreiben eine gewöhnliche Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit einem bis 50 Gesellschaftern und einem Mindestkapital von EUR 5’000.
Nordmazedonien kennt ausserdem eine vereinfachte Variante der Gesellschaft mit beschränkter Haftung, für die separate Vorschriften gelten.
Die Kapitalanforderungen der gewöhnlichen Gesellschaft sollten deshalb nicht mit denen dieser alternativen Rechtsform verwechselt werden.
Für eine Schweizer Gründung ist entscheidend, die tatsächliche Rechtsform, die Kapitalverpflichtungen und die Managementstruktur zu vergleichen – nicht lediglich die Abkürzung hinter dem Firmennamen.
Schweizer GmbH: vollständig einbezahltes Kapital und identifizierbare Gesellschafter
Eine Schweizer GmbH erfordert CHF 20’000 vollständig einbezahltes Stammkapital.
Ein einziger Gesellschafter genügt. Dies kann auch eine ausländische natürliche oder juristische Person sein.
Die Gesellschafter werden im Handelsregister eingetragen.
Anteilsübertragungen benötigen eine schriftliche Dokumentation und grundsätzlich die Zustimmung der Gesellschafterversammlung, vorbehaltlich der Statuten und des anwendbaren Rechts.
Diese Rechtsform kann sich für ein inhabergeführtes operatives Unternehmen mit einem relativ stabilen Eigentümerkreis eignen.
Schweizer AG: Flexibilität für Investoren und Eigentümerwechsel
Eine Schweizer AG benötigt CHF 100’000 nominelles Aktienkapital.
Bei der Gründung müssen mindestens 20 % des Nennwerts jeder Aktie einbezahlt werden, insgesamt jedoch mindestens CHF 50’000.
Auch eine AG kann einen einzigen Aktionär haben.
Sie kann sinnvoll sein, wenn zukünftige Investitionen, die Unternehmensnachfolge oder Änderungen der Eigentümerverhältnisse wichtig sind.
Aktionäre werden grundsätzlich nicht allein aufgrund ihres Aktienbesitzes im Handelsregister veröffentlicht.
Eigentumsregister, bankseitige Identifikationspflichten und Meldungen zu wirtschaftlich Berechtigten bleiben jedoch relevant.
Der Vergleich zwischen Schweizer AG und GmbH erläutert die Unterschiede über das Gesellschaftskapital hinaus.
Wie viel kostet eine Schweizer Firmengründung?
Unterscheiden Sie zwischen Gesellschaftskapital, einmaligen Gründungskosten und laufenden Betriebskosten.
Das Kapital gehört der Gesellschaft.
Professionelle Unterstützung, Notariatskosten, Handelsregistereintragung, Vorbereitung des Bankprozesses, Schweizer Vertretung, Geschäftsräume, Buchhaltung und Compliance sind separate Kostenpositionen.
Der Schweizer Firmengründungskosten-Rechner bietet einen ersten Richtwert.
Ein individuelles Angebot sollte die tatsächlichen Eigentümer, das Geschäftsmodell und die erforderlichen Unterlagen berücksichtigen.
Bevor ein verbindlicher Termin für die Kapitaleinzahlung festgelegt wird, sollte geklärt werden, wem die Mittel rechtlich gehören, von welchem Konto sie überwiesen werden und welche Anforderungen die empfangende Bank stellt.
Erstellen Sie ausserdem ein Budget für das erforderliche Betriebskapital.
Das gesetzliche Mindestkapital sagt nicht aus, wie viel Geld für Löhne, Lieferantenzahlungen oder die Zeit bis zu den ersten Kundenzahlungen benötigt wird.
Wie läuft die Firmengründung praktisch ab?
Die Vorbereitung beginnt normalerweise mit dem Geschäftsmodell, der Eigentümerstruktur und der erforderlichen Schweizer Vertretung.
Anschliessend werden die Gründungsunterlagen und die Finanzierung vorbereitet.
Darauf folgen die Kapitaleinzahlung, die notarielle Beurkundung und die Handelsregistereintragung.
Auch das operative Bankkonto, die Buchhaltung, die Lohnabrechnung und gegebenenfalls erforderliche branchenspezifische Bewilligungen müssen organisiert werden.
Diese Arbeitsschritte können sich zeitlich überschneiden, sind aber nicht identisch.
Das Datum der Handelsregistereintragung sollte deshalb nicht automatisch als Zeitpunkt versprochen werden, zu dem sämtliche Bankdienstleistungen und Betriebsbewilligungen verfügbar sind.
Unternehmensbesteuerung: Die Schweiz ist nicht automatisch günstiger
Nordmazedonien: Der ordentliche Gewinnsteuersatz beträgt 10 %
Der reguläre Körperschaftsteuersatz in Nordmazedonien beträgt 10 % des steuerpflichtigen Gewinns.
Die Informationen der nordmazedonischen Steuerverwaltung zur Unternehmensbesteuerung unterscheiden zwischen dem buchhalterischen Gewinn und der steuerlichen Bemessungsgrundlage.
Sie behandeln ausserdem inländische und ausländische Geschäftseinkünfte ansässiger Gesellschaften sowie lokale Betriebsstätten ausländischer Unternehmen.
Besondere Steuererleichterungen und Regelungen für kleinere Unternehmen erfordern eine separate Prüfung.
Bei einem Unternehmen, das bereits einem ordentlichen Gewinnsteuersatz von 10 % unterliegt, kann die wirtschaftliche Begründung für eine Schweizer Gesellschaft nicht sinnvoll mit einer automatischen Steuerersparnis beginnen.
Schweiz: Der konkrete Gemeindestandort ist entscheidend
Schweizer Gesellschaften bezahlen Gewinnsteuern auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene.
Der gesetzliche Bundessteuersatz beträgt 8,5 % des Reingewinns nach Steuern, wobei Gewinnsteuern steuerlich abzugsfähig sind.
Für eine ordentlich besteuerte Gesellschaft in Wollerau ergibt sich für 2026 illustrativ eine kombinierte effektive Gewinnsteuerbelastung von ungefähr 11,60 % des Gewinns vor Steuern.
Die Berechnung kombiniert den Schwyzer Basissteuersatz von 1,95 %, den für Wollerau geltenden kommunalen Steuerfuss für 2026 und die direkte Bundessteuer unter Berücksichtigung der steuerlichen Abzugsfähigkeit.
Kapital- oder Mindeststeuern, individuelle Anpassungen und besondere Vorschriften für grosse multinationale Unternehmensgruppen erfordern eine separate Prüfung.
Der Vergleich der Schweizer Unternehmenssteuern nach Kantonen und Gemeinden erläutert die Methodik und verweist auf die offiziellen Berechnungsgrundlagen.
Der wirtschaftliche Vorteil muss deshalb aus der tatsächlichen Funktion der Schweizer Gesellschaft entstehen – und nicht daraus, dass eine Steuerbelastung von 11,60 % als niedriger als 10 % dargestellt wird.
Ausländische Einnahmen und lokale Geschäftstätigkeit müssen weiterhin geprüft werden
Eine nordmazedonische Muttergesellschaft, die Einkünfte von einer Schweizer Tochtergesellschaft erhält, muss ihre eigene steuerliche Situation im Inland prüfen.
Unter den entsprechenden Voraussetzungen kann eine Anrechnung ausländischer Steuern möglich sein.
Es sollte jedoch nicht angenommen werden, dass dadurch sämtliche Steuerbelastungen entfallen.
Die Berechnungshinweise der nordmazedonischen Steuerverwaltung unterscheiden steuerpflichtige Einnahmen und mögliche Steuerermässigungen.
Ebenso beseitigt die Beteiligung einer Schweizer Gesellschaft nicht die Notwendigkeit, die tatsächlich in Nordmazedonien ausgeübten Tätigkeiten zu beurteilen.
Die steuerlichen Folgen ergeben sich aus der wirklichen Unternehmensstruktur, den operativen Aktivitäten und den anwendbaren Doppelbesteuerungsabkommen – nicht lediglich aus dem Bankkonto, auf dem Zahlungen eingehen.
Wie werden Dividenden zwischen der Schweiz und Nordmazedonien besteuert?
Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Nordmazedonien trat am 27. Dezember 2000 in Kraft.
Das Abkommen sieht einen allgemeinen Quellensteuerhöchstsatz von 15 % auf Dividenden sowie einen Höchstsatz von 5 % für qualifizierende Unternehmensbeteiligungen von mindestens 25 % vor, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Die offizielle länderspezifische Übersicht zur Steuerentlastung unterscheidet diese Kategorien.
Ein im Abkommen festgelegter Höchstsatz ist keine zusätzliche Steuer und erhöht keinen niedrigeren innerstaatlichen Steuersatz.
Insbesondere sollte die allgemeine 15%-Grenze nicht als Verpflichtung missverstanden werden, den gewöhnlichen nordmazedonischen Quellensteuersatz auf Dividenden von 10 % zu erhöhen, sofern dieser innerstaatliche Satz anwendbar ist.
Schweizer Dividenden unterliegen grundsätzlich zunächst der 35%igen Verrechnungssteuer vor einer möglichen Entlastung.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung erläutert den Unterschied zwischen dem anfänglichen Steuerabzug und einer möglichen Rückerstattung.
Steuerliche Ansässigkeit, wirtschaftliche Berechtigung, korrekte Dokumentation und das vorgeschriebene Verfahren sind dabei wichtig.
Ein Reisepass allein beweist nicht die steuerliche Ansässigkeit des Empfängers.
Berechnen Sie die gesamte Steuerkette: Unternehmensgewinn, Gewinnsteuer, Ausschüttung, Quellensteuer und Besteuerung beim Empfänger.
Mehrwertsteuer: Transaktionen in beiden Ländern prüfen
Der reguläre Mehrwertsteuersatz in Nordmazedonien beträgt 18 %.
In der Schweiz liegt der ordentliche Mehrwertsteuersatz bei 8,1 %.
Reduzierte Steuersätze und Befreiungen erfordern eine Prüfung der betreffenden Waren oder Dienstleistungen.
Die Informationen der nordmazedonischen Steuerverwaltung zur Mehrwertsteuer bieten einen Ausgangspunkt.
Für eine Schweizer Gesellschaft, die Waren oder Dienstleistungen nach Nordmazedonien verkauft, kommt eine zusätzliche Frage hinzu.
Die nordmazedonische Steuerverwaltung weist darauf hin, dass ausländische Unternehmen, die im Inland mehrwertsteuerpflichtige Leistungen erbringen, prüfen müssen, ob ein lokaler Mehrwertsteuervertreter bestellt werden muss.
Die entsprechenden Vorschriften sind seit dem 1. Januar 2024 verpflichtend anzuwenden.
Die offizielle Mitteilung an ausländische Unternehmen beschreibt diese Verpflichtung.
Zunächst muss festgestellt werden, wo die betreffende Leistung steuerpflichtig ist und wer die Steuer abrechnen muss.
Es sollte nicht angenommen werden, dass eine Schweizer Rechnung die nordmazedonischen Mehrwertsteuerfragen automatisch beseitigt.
Schweizer Banking: Das Geschäftsmodell dokumentieren, nicht nur den Kontostand
Eine Gesellschaft mit nordmazedonischen Eigentümern kann Schweizer Bankdienstleistungen beantragen.
Die Annahme bleibt jedoch eine Entscheidung der jeweiligen Bank.
Im Rahmen der Schweizer Geldwäschereibekämpfung müssen Banken ihre Kunden und deren wirtschaftlich Berechtigte identifizieren sowie den relevanten wirtschaftlichen Hintergrund klären.
Bereiten Sie ein nachvollziehbares Dossier vor, das Eigentümerstruktur, Finanzunterlagen, Geschäftsverträge und erwartete Zahlungen miteinander verbindet.
Bei Mitteln aus Ersparnissen oder einem Unternehmensverkauf sollte dokumentiert werden, wie das Geld erwirtschaftet und übertragen wurde.
Eine Finanzierung durch Familienmitglieder sollte korrekt als Schenkung, Darlehen oder Investition identifiziert und entsprechend dokumentiert werden.
Bei einem Dienstleistungsunternehmen sollte erklärt werden, wer das operative Team beschäftigt und weshalb die Schweizer Gesellschaft die Kundenzahlungen erhält.
Bei einem Handelsunternehmen sollten Lieferant, Importeur, Eigentümer der Waren und Zahlungsempfänger klar identifiziert werden.
Drei Konten mit unterschiedlichen Funktionen
Ein Kapitaleinzahlungskonto dient der Gründung der Gesellschaft.
Ein operatives Geschäftskonto wird für die laufende Geschäftstätigkeit verwendet.
Ein privates Anlagekonto gehört der betreffenden natürlichen Person und dient einem anderen Zweck.
Die Annahme einer Kapitaleinzahlung garantiert nicht, dass die Bank später sämtliche gewünschten Transaktionsdienstleistungen oder Finanzierungen bereitstellt.
Die Übersicht zu Schweizer Bankkonten erläutert diese Unterschiede.
Die Vorbereitung eines Bankantrags und die Kommunikation mit Banken sind professionelle Dienstleistungen.
Sie stellen jedoch keine Garantie für die Genehmigung eines Kontos dar.
Wirtschaftlich Berechtigte: Schweizer Vertraulichkeit bedeutet keine verdeckten Eigentumsverhältnisse
Das Schweizer Transparenzregister TranspaReg nahm am 1. Oktober 2026 seinen Betrieb auf.
Meldepflichtige Rechtsträger müssen ihre wirtschaftlich Berechtigten innerhalb der anwendbaren Fristen identifizieren und melden.
Das Startdatum ist keine einheitliche Meldefrist für sämtliche Gesellschaften.
Das Register ist nicht öffentlich.
Berechtigte Stellen haben jedoch nach den geltenden Vorschriften Zugang zu den Informationen.
Die offiziellen Fragen und Antworten erläutern den rechtlichen Rahmen.
Eine Muttergesellschaft in Nordmazedonien beseitigt nicht die Notwendigkeit, die natürlichen Personen zu identifizieren, die die Unternehmensstruktur letztlich besitzen oder kontrollieren.
Alpine Capital kann bei der Identifikation der wirtschaftlich Berechtigten, der Dokumentation der Eigentumskette und der Vorbereitung der Meldung im Rahmen der Unterstützung zum Schweizer Transparenzregister helfen.
Meldungen an das Register und die Sorgfaltspflichten der Banken bleiben separate Verpflichtungen.
Persönliche Besteuerung: Eine Schweizer Zahlung bestimmt nicht den steuerlichen Wohnsitz
Nordmazedonien: Ausländische Kapitalerträge können weiterhin relevant sein
Der allgemeine persönliche Einkommensteuersatz in Nordmazedonien beträgt 10 %, vorbehaltlich der Vorschriften für die jeweilige Einkommenskategorie und der anwendbaren Ausnahmen.
Die Informationen der nordmazedonischen Steuerverwaltung zu Kapitaleinkünften zählen Dividenden zu den steuerpflichtigen Kapitaleinkünften.
Sie behandeln ausserdem ausländische Dividenden, die von in Nordmazedonien ansässigen natürlichen Personen bezogen werden.
Die Steuerverwaltung sieht für solche Einkünfte elektronische Steuerberechnungen über das e-PPD-System vor.
Die genauen Deklarations- und Zahlungspflichten sollten für die betreffende Einkommensart und Steuerperiode überprüft werden.
Eine Schweizer Dividende fällt daher nicht automatisch ausserhalb der nordmazedonischen Besteuerung, nur weil sie aus der Schweiz stammt oder auf einem ausländischen Bankkonto verbleibt.
Ebenso bestimmt die Staatsangehörigkeit allein nicht die steuerliche Ansässigkeit.
Ein Unternehmer, der bereits in der Schweiz steuerlich ansässig ist, sollte seine tatsächliche Situation prüfen, statt allein aufgrund seiner Staatsangehörigkeit den Steuersatz seines Herkunftslandes anzuwenden.
Schweiz: Einkommen und Unternehmensbeteiligungen sind relevant
Die ordentliche Schweizer Besteuerung kombiniert Einkommensteuern auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene mit kantonalen und kommunalen Vermögenssteuern.
Ein Gründer, der seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt, sollte sowohl die erhaltenen Einkünfte als auch den Wert seiner Vermögenswerte prüfen.
Dazu gehören auch Beteiligungen an einem Unternehmen in Nordmazedonien.
Das Einbehalten von Gewinnen innerhalb dieser Gesellschaft kann für den Eigentümer weiterhin Bewertungs- und Deklarationspflichten auslösen.
Private Kapitalgewinne auf beweglichem Privatvermögen, beispielsweise privat gehaltenen Wertschriften, sind grundsätzlich steuerfrei.
Für Geschäftsvermögen und gewerbsmässigen Wertschriftenhandel gelten andere Regeln.
Dividenden sind nicht automatisch von der Besteuerung befreit.
Der Leitfaden zum Schweizer Steuersystem erläutert den Rahmen.
Ausländische Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Pensionen, familiäre Umstände und Versicherungskosten sollten gemeinsam geprüft werden.
Ein persönlicher Wohnsitzwechsel und eine Änderung der Geschäftsleitung einer Gesellschaft sind unterschiedliche Entscheidungen.
Erlaubt die visumfreie Einreise einem nordmazedonischen Staatsbürger, in der Schweiz zu arbeiten?
Nein. Die visumfreie Einreise für kurzfristige Aufenthalte ist keine allgemeine Arbeits- oder Niederlassungsbewilligung.
Inhaber entsprechender biometrischer Reisepässe Nordmazedoniens können unter Einhaltung der Einreisevoraussetzungen zulässige Kurzaufenthalte im Rahmen der 90-Tage-Regel innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen absolvieren.
Die Schweizer Einreisebestimmungen nach Staatsangehörigkeit und die zusätzlichen Visumbedingungen unterscheiden Kurzaufenthalte von einer Erwerbstätigkeit.
Ein Geschäftstreffen, eine Besichtigung von Räumlichkeiten und die tatsächliche Ausführung eines Kundenauftrags sind rechtlich nicht automatisch gleich zu behandeln.
Der Umzug zur Führung einer Gesellschaft erfordert eine separate Entscheidung
Bei einem erstmaligen Zuzug fallen nordmazedonische Staatsangehörige grundsätzlich unter die Zulassungsvorschriften für Personen aus Nicht-EU/EFTA-Staaten.
Eine zusätzliche Staatsangehörigkeit, ein bereits bestehender Aufenthaltsstatus oder familiäre Rechte können zu einer anderen Beurteilung führen.
Die Zulassung als Unternehmer erfordert eine Prüfung der anwendbaren Voraussetzungen und des nachhaltigen wirtschaftlichen Beitrags des Geschäftsmodells.
Finanzierung, relevante Berufserfahrung, ein glaubwürdiger Businessplan und realistische operative Verpflichtungen sind dabei wichtig.
Das Eigentum an einer Schweizer Gesellschaft stellt keine Aufenthaltsbewilligung dar.
Auch ein Arbeitsvertrag, den der Gründer mit seiner eigenen Gesellschaft abschliesst, ist für sich allein nicht ausreichend.
Personen, die bereits in der Schweiz leben, sollten hingegen zunächst die Rechte prüfen, die mit ihrem bestehenden Aufenthaltsstatus verbunden sind.
Die Bewilligungssituation eines anderen Gründers sollte nicht allein deshalb übernommen werden, weil beide dieselbe Staatsangehörigkeit besitzen.
Könnte die Schweizer Pauschalbesteuerung relevant sein?
Grundsätzlich kann sie für einen qualifizierenden ausländischen Staatsangehörigen relevant sein, der tatsächlich in die Schweiz zieht und hier keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.
Die Besteuerung nach dem Aufwand, auch Pauschalbesteuerung genannt, basiert auf dem Lebensaufwand und gesetzlichen Berechnungsgrundlagen statt auf der ordentlichen Ermittlung des weltweiten Einkommens und Vermögens.
Grundsätzlich erforderlich sind das Fehlen der Schweizer Staatsangehörigkeit, die erstmalige Begründung eines Schweizer Steuerwohnsitzes oder eine Rückkehr nach mindestens zehn Jahren Abwesenheit sowie der Verzicht auf eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz.
Bei gemeinsamer Veranlagung müssen beide Ehegatten die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.
Der Kanton Schwyz hat das Regime beibehalten.
Der Kanton Zürich hat es abgeschafft.
Die Erläuterungen des Bundes beschreiben die Grundlagen.
Die Steuerbemessung berücksichtigt den weltweiten Lebensaufwand und gesetzliche Mindestbemessungsgrundlagen.
Für Steuerpflichtige mit eigenem Haushalt gehört dazu mindestens das Siebenfache der Jahresmiete oder des Eigenmietwerts.
Bundesrechtliche und kantonale Mindestbeträge, Vermögenssteueranforderungen und Kontrollrechnungen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Die Informationen des Kantons Schwyz behandeln diese Anforderungen sowie ausländische Einkünfte, für die Abkommensentlastungen beansprucht werden.
Die tägliche Geschäftsführung einer nordmazedonischen Gesellschaft aus einem Schweizer Wohnhaus kann eine Erwerbstätigkeit in der Schweiz darstellen.
Dass die Vergütung aus dem Ausland stammt, ändert nicht den Ort, an dem die Arbeit tatsächlich ausgeführt wird.
Dieses Regime kann nicht automatisch von einem bereits seit längerer Zeit in der Schweiz ansässigen Unternehmer gewählt werden, nur weil er nach Wollerau umzieht.
Auch die migrationsrechtliche Zulassung und die steuerliche Qualifikation bleiben separate Fragen.
Wollerau: Geschäftsräume nach der tatsächlichen Funktion auswählen
Eine Gesellschaft, die Schweizer Kunden koordiniert, benötigt möglicherweise Besprechungsräume und eine zuverlässige administrative Basis.
Ein Unternehmen mit lokalen Mitarbeitenden kann eigene Geschäftsräume benötigen.
Die Büro- und Meetingmöglichkeiten in Wollerau bieten verschiedene Optionen in der Zürichseeregion.
Eine Domiziladresse, ein gemeinschaftlich genutzter Arbeitsplatz und ein separates Büro erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse.
Wählen Sie die Räumlichkeiten gemeinsam mit der Managementstruktur, anstatt die Geschäftsadresse als vollständigen Schweizer Geschäftsbetrieb zu betrachten.
Kann ein Einwohner Nordmazedoniens Schweizer Gewerbeimmobilien kaufen?
Grundsätzlich können ausländische Nichtresidenten qualifizierende Schweizer Gewerbeimmobilien erwerben, vorbehaltlich der Lex Koller und der tatsächlichen Nutzung der Immobilie.
Büros, Lagerhallen und andere qualifizierende Geschäftsräume werden nicht gleich behandelt wie Wohnimmobilien zu Anlagezwecken.
Auch Gewerbeimmobilien, die an andere Unternehmen vermietet werden, können unter den entsprechenden Voraussetzungen zulässig sein.
Gemischt genutzte Gebäude erfordern besondere Aufmerksamkeit.
Eine ausländisch kontrollierte Schweizer Gesellschaft beseitigt die Beschränkungen für Wohnimmobilien nicht automatisch.
Die Informationen des Bundesamts für Justiz und der Artikel Können Ausländer Gewerbeimmobilien in der Schweiz kaufen? erläutern die Unterschiede.
Immobilieneigentum vermittelt selbst kein Recht, in der Schweiz zu wohnen oder zu arbeiten.
Drei kostspielige Fehler, die vermieden werden sollten
Davon ausgehen, dass eine Schweizer Gesellschaft automatisch Steuern spart
Der reguläre Unternehmensgewinnsteuersatz in Nordmazedonien beträgt bereits 10 %.
Schweizer Betriebskosten, die Verrechnungssteuer auf Dividenden und die persönliche Besteuerung des Eigentümers können das Ergebnis zusätzlich beeinflussen.
Die wirtschaftliche Begründung sollte deshalb auch ohne angenommene Steuerersparnis tragfähig sein.
Kurzaufenthalte mit einer Arbeitserlaubnis verwechseln
Ein Gründer, der potenzielle Kunden besucht, befindet sich nicht unbedingt in derselben rechtlichen Situation wie jemand, der eine Anlage installiert, Dienstleistungen vor Ort erbringt oder den täglichen Geschäftsbetrieb führt.
Die geplante Tätigkeit sollte deshalb geklärt werden, bevor Reisen zur Durchführung solcher Arbeiten organisiert werden.
Grenzüberschreitende Verantwortlichkeiten nicht dokumentieren
Ein Schweizer Kundenvertrag und ein Dienstleistungsteam in Nordmazedonien benötigen eine klare Verteilung von Arbeit, Zahlungen und Risiken.
Die operative Zusammenarbeit sollte vereinbart werden, bevor Rechnungen ausgestellt werden – nicht erst nach der ersten Auseinandersetzung oder einer Rückfrage der Bank.
Praktische Fragen von Unternehmern aus Nordmazedonien
Kann meine bestehende DOOEL Eigentümerin der Schweizer Tochtergesellschaft sein?
Grundsätzlich ja.
Eine ausländische juristische Person kann Anteile an einer Schweizer AG oder GmbH halten.
Registrierung, zeichnungsberechtigte Vertreter, Eigentumsverhältnisse und wirtschaftlich Berechtigte müssen dokumentiert werden.
Eine gesellschaftliche Beteiligung sollte mit einer persönlichen Beteiligung verglichen werden, unter Berücksichtigung der tatsächlichen steuerlichen, finanziellen, gesellschaftsrechtlichen und nachfolgebezogenen Folgen.
Kann mein Dienstleistungsteam in Nordmazedonien bleiben?
Grundsätzlich kann dies möglich sein.
Die Verträge und Arbeitsverhältnisse sollten widerspiegeln, wo die Leistungen tatsächlich erbracht werden und welche Gesellschaft dafür verantwortlich ist.
Die Gründung einer Schweizer Gesellschaft verlagert das Team nicht automatisch in die Schweiz und beseitigt keine lokalen Verpflichtungen.
Können Familienmitglieder bei der Finanzierung der Gesellschaft helfen?
Zuerst sollte festgestellt werden, ob die Finanzierung als Schenkung, Darlehen oder Kapitaleinlage erfolgt.
Dokumentieren Sie den Geldgeber, den Empfänger, die Herkunft der Mittel und die vereinbarten Bedingungen.
Persönliches Vertrauen innerhalb der Familie ersetzt nicht die Unterlagen, die Banken, Buchhalter und Steuerberater benötigen.
Kann die Firmengründung aus der Ferne organisiert werden?
Einige Schritte können über ordnungsgemäss ausgestellte Vollmachten und beglaubigte Dokumente organisiert werden.
Die Anforderungen von Notar, Handelsregister und Bank sollten separat überprüft werden.
Dies gilt insbesondere für die Identifikation, Legalisation und Übersetzung der Unterlagen.
Ein vollständig aus der Ferne durchführbarer Prozess sollte nicht für jeden Einzelfall vorausgesetzt werden.
Ist eine bestehende Schweizer Gesellschaft mit Bankkonto eine Abkürzung?
Der Erwerb einer bestehenden Gesellschaft erspart die Gründung einer neuen juristischen Person.
Er bringt jedoch eine Prüfung des Kaufobjekts sowie Veränderungen bei Eigentum oder Governance mit sich.
Die Bank kann die Geschäftsbeziehung erneut beurteilen.
Die Risiken beim Kauf einer bestehenden Schweizer Gesellschaft sollten geprüft werden, bevor das Gründungsdatum oder ein vorhandenes Bankkonto zum entscheidenden Kriterium wird.
Welche Informationen werden für ein erstes Angebot benötigt?
Bereiten Sie ein Organigramm der Eigentümerstruktur, eine Geschäftsbeschreibung, Angaben zu erwarteten Kunden und Zahlungen, die Kapitalherkunft sowie die geplanten Arbeitsstandorte vor.
Geben Sie für jeden Gründer die Staatsangehörigkeit, den Wohnsitz und gegebenenfalls eine bestehende Schweizer Aufenthaltsbewilligung an.
Fazit
Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Nordmazedonien und der Schweiz zeigen bereits verschiedene funktionierende Ansätze: eine Tochtergesellschaft innerhalb einer internationalen Unternehmensgruppe, den Eintritt in einen lokalen Markt und die Entwicklung von Exportmöglichkeiten.
Die passende Struktur beginnt mit der Frage, welche Aufgabe der Unternehmer organisieren möchte.
Der tatsächliche Wohnsitz des Gründers und seine geplante Erwerbstätigkeit bestimmen anschliessend, welche persönlichen und migrationsrechtlichen Fragen gelöst werden müssen.
Alpine Capital kann die Schweizer Firmengründung, lokale Vertretung, Geschäftsräume und Vorbereitung des Bankprozesses koordinieren und dabei mit Beratern in Nordmazedonien zusammenarbeiten, die die lokalen rechtlichen und steuerlichen Fragen betreuen.
Das Ziel ist nicht einfach eine weitere Handelsregistereintragung.
Es ist ein Unternehmen, dessen Eigentumsverhältnisse, operative Tätigkeit, Zahlungsströme und erforderliche Bewilligungen zusammenpassen.
Stand der zugrunde liegenden Informationen: 16. Oktober 2026. Dieser Leitfaden dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle rechtliche, steuerliche, bankfachliche oder migrationsrechtliche Beratung.
Quellen und weiterführende Informationen
- Invest North Macedonia – Unternehmensregistrierung und Kapitalanforderungen an die gewöhnliche GmbH
- Nordmazedonische Steuerverwaltung – Unternehmenssteuerpflichtige, Steuerbemessungsgrundlage und Steuersatz sowie Berechnung der Unternehmenssteuer
- Nordmazedonische Steuerverwaltung – Kapitaleinkünfte und ausländische Dividenden
- Nordmazedonische Steuerverwaltung – Mehrwertsteuervertreter für ausländische Unternehmen
- Eidgenössische Steuerverwaltung – Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz–Nordmazedonien
- SECO KMU-Portal – Schweizer AG, Schweizer GmbH und Unternehmer aus Drittstaaten
- Kanton Schwyz – offizielle Steuerfüsse der Gemeinden für 2026
- Staatssekretariat für Migration – Einreisebestimmungen nach Staatsangehörigkeit
- Eidgenössisches Finanzdepartement – Besteuerung nach dem Aufwand
- Schweizer Transparenzregister – offizielle Fragen und Antworten
